Fremdenhass ist in Eberswalde unerwünscht

Die AfD mobilisierte am gestrigen Mittwoch unter dem Motto „Hol dir dein Land zurück“ zu einer Demonstration durch die Eberswalder Innenstadt mit geplantem Ausgangs- und Endpunkt am Marktplatz. Als Redner waren bekannte Leute aus dem rechten Spektrum angekündigt.

Mein Kreisverband beteiligte sich an der Organisation und Abstimmung einer Gegenkundgebung in Sicht- und Hörweite am Kirchhang neben dem Marktplatz, welche vom DGB angemeldet wurde. Neben dem DGB und Bündnis90/ Die Grünen mobilisierten auch LINKE, SPD, Jusos, Linksjugend, Runder Tisch „Willkommen in Eberswalde“, und die Antifaschistische Initiative Eberswalde zu der Gegenkundgebung.

Auf unserer Seite war dementsprechend eine bunte Mischung von Menschen vertreten – jung und alt, bürgerlich und jugendlich flippig, Menschen mit Migrationshintergrund und Deutsche, die alle gemeinsam ihr Missfallen gegen das Treiben des blau-braunen Randes kund taten.

Ansprache der DGB-Bezirksvorsitzenden Doro Zinke

Die Polizei trennte die beiden Kundgebungen sehr konsequent, aber nach meiner Beobachtung nicht unfreundlich.

Ansprachen wurden u.a. von der DGB Bezirksvorsitzenden Doro Zinke, dem DGB-Geschäftsführer in Ost-Brandenburg, Sebastian Walter und mir gehalten. In meiner kurzen Ansprache artikulierte ich meinen Wunsch nach einer offenen und solidarischen Gesellschaft und nicht einer Gesellschaft, die sich hinter eigenen Grenzen zurückzieht – Grenzen, die ihr selber schaden. Ich bat darum, am 24.09.2017 Parteien zu wählen, die diesen Wunsch zu erfüllen versprechen.

Es war befriedigend zu sehen, dass trotz widriger Rahmenbedingungen – Semesterferien der Hochschule Eberswalde und Urlaubszeit – doch deutlich mehr, als 100 Leute unserem Aufruf folgten.

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