Ein abwechslungsreicher und kurzweiliger Wahlkampfabend der besonderen Art

Der Templiner Jugendclub „Jugend-Kella“ lud zur Vorbereitung der U18-Wahlen zu einer Veranstaltung ein, die gestern stattfand. Die Jugendlichen hatten sich eine stark durchstrukturierte Befragung der eingeladenen Politiker ausgedacht, die mit vier verschiedenen Formaten und einem strikten Zeitlimit von 30 Sekunden für Antworten schon eine Herausforderung für die Teilnehmer war.

Nach 30 Sekunden wurden dem Mikrofon der Saft abgedreht. Nach weiteren 5 Sekunden überzogener Redezeit wurde gnadenlos eine lautstarke Musik eingespielt, die ein weiteres Reden unmöglich machte.

Die Struktur der Befragung schloss Streitgespräche der Kandidaten untereinander aus. Jedoch gab es ein Befragungsformat, bei dem nach Los eine Befragung der Kandidaten untereinander vorgesehen war. Hierdurch versprachen sich die Jugendlichen „gemeine“ Fragen an die Konkurrenz, auf die man selber mangels Wissens nie kommen könnte.

Da allen Kandidaten die Spielregeln vorher mitgeteilt wurden, konnte man sich darauf vorbereiten und das war auch ausdrücklich erbeten worden.

Gefordert war ebenso die Ausarbeitung eines Tweets durch die Kandidaten selber, der nach der Selbsteinschätzung am besten zu den Kandidaten passt. Ich entschied mich dabei für „Gesellschaft fair gestalten. Der Mensch ist Mensch und keine Ressource oder Verschleißmaterial für die Wirtschaft. Auch nicht die Jugend!“

Es gab bei den Formaten auch „Ja/ Nein“-Fragen, welche die Kandidaten durch Hochhalten einer Kelle beantworten mussten.

Der Einladung sind neben mir Laura Schieritz (FDP), Jens Koeppen (CDU), Andreas Büttner (LINKE) und Steffen John (AfD) gefolgt.

Jede(r) Kandidat(in) wurde von einem Jugendlichen vorgestellt und dabei dargelegt, was der/ die Jugendliche im Internet über den/ die Kandidat(in) herausgefunden hat. So wurde von mir über Politisches hinaus berichtet, dass ich bei DKMS gelistet bin, dem Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Schönows beigetreten bin und abends meist gegen 23:00 Uhr ins Bett gehe. Ich fand das sehr sympathisch gemacht.

Da die Befragungsformate kunterbund im Wechsel präsentiert wurden, entstand ein sehr abwechslungsreicher, aber auch inhaltsreicher Abend quer durch alle Politikfelder, bei dem auch die unterschiedlichen Schwerpunkte der Kandidaten und Parteien deutlich wurden.

Ich fand das großartig und kann den Jugendlichen und ihren Betreuern nur ein großes Kompliment machen. So macht man Politik auch für Jugendliche erlebbar und spannend.

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