Das Bäckereihandwerk gibt es noch – zu Gast in einer Biobäckerei in Prenzlau

Nach den üblicherweise im Handel erhältlichen aufgebackenen Industriebrötchen ist es schön, Backwaren aus handwerklicher Fertigung wieder zu entdecken.

Im Anschluss an einen Infostand letzten Samstagvormittag in der Prenzlauer Innenstadt besuchten die Geschäftsführerin der Uckermärker Grünen, Ulrike Harsch, und ich die in der Neustadt ansässige Biobäckerei und den Bioladen von Suitbert Krämer und Beate Schulz.

Seit 2005 ist die LewBio Bäckerei mit ihrem holzbefeuertem Ofen in Prenzlau ansässig. Man hat sich die CO2-neutrale Produktion auf die Fahnen geschrieben. Der Strom wird mit Sonnenkollektoren auf dem Dach, die Hitze durch das Holz im Ofen erzeugt. Auf meine Frage nach der Gasversorgung erhielt ich zur Antwort, dass der Bioladen einer der ersten Windgaskunden in der Uckermark gewesen sei und immer noch Windgas beziehe. 

Suitbert Krämer zeigte uns seine Bäckerei, in der konsequent auf regionale Wertschöpfung gesetzt wird.

Das beginnt beim regional eingekauften Buchenholz für den Ofen und endet beim regional erzeugten Dinkelgetreide für die Backwaren.

Heute ist die Bäckerei Ausbildungsbetrieb. Drei Bäcker haben dort Anstellung gefunden. Neben Brot und Brötchen, werden auch Croissants, Kuchen und Pizza gebacken, die man gleich vor Ort im gemütlichen Laden-Café mit angenehmen Garten verzehren kann oder auch bei einem der Wiederverkäufer in Brandenburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern kaufen kann.

Im angeschlossenen Naturkostladen warten neben Wein, Gebäck aus der eigenen Bäckerei und einer reichhaltigen Käsetheke, verschiedene Öle und ein reichhaltiges Obst und Gemüseangebot aus der Region auf ihre Käufer.

Der Betrieb von Suitbert Krämer und Beate Schulz ist für mich Beleg dafür, dass Geschäftskonzepte funktionieren können, wenn sie auf Regionalität und hohe Qualität setzen.

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