Podiumsdiskussion der Kandidaten bei der Akademie 2. Lebenshälfte

Gestern nachmittag war ich zu Gast bei einer Podiumsdiskussion der Akademie 2. Lebenshäfte im Amadeu-Antonio-Bildungszentrum in Eberswalde. das Publikum bestand in der überwiegenden Zahl aus Seniorinnen und Senioren. Moderiert wurde die Veranstaltung, wie schon zuvor bei selben Bildungsträger in Schwedt von Herrn Dietmar Rietz – Redaktionsleiter der Märkischen Oderzeitung in Schwedt.
Wie schon bei etlichen Podiumsdiskussionen zuvor glänzte Herr Koeppen von der CDU mit Abwesenheit. Ebenfalls fehlte Herr John.

Der Themenbogen des Nachmittags reichte von der Friedens- und Sicherheitspolitik bis zum Finowkanal und von der Rente/ Altersvorsorge über Altersdiskriminierung bis zum sozialen Wohnungsbau.

Bei der Frage der Altersvorsorge wurde wieder einmal deutlich, dass die Rezepte der FDP schlicht untauglich sind, gegen Altersarmut vorzubeugen. Private Altersvorsorge nach Art der FDP heißt Bildung von Immobilieneigentum und dafür möchte man die Grunderwerbssteuer senken.
Abgesehen davon, dass die Grunderwerbssteuer bei einem Immobilienkauf in der Regel noch einer der kleineren Faktoren ist, blieb Laura Schieritz auch diesmal wieder die Antwort auf die Frage schuldig, wie Geringverdiener eine Immobilie finanzieren sollen.
Das FDP-Programm läuft ganz klar auf einen Sozialdarwinismus hinaus, nach dem die ärmeren Bevölkerungsschichten für die FDP schlicht ausgeblendet werden und unter den Tisch fallen.

Bei der Frage der Altersdiskriminerung kam das Gespräch ganz schnell auf Fragen der häufig nicht mehr möglichen Kreditvergabe an ältere Menschen. Mein konkurrent von der LINKEN, Andreas Büttner, forderte leichtere Kreditvergaben und Abschaffung der SCHUFA.

Diese eindeutig populistischen Vorstellungen wurden von meinem Konkurrenten Stefan Zierke und von mir zurückgewiesen. Wobei ich die Gelegenheit erhielt, die Hintergründe der restriktiveren Kreditvergabe im EU-Recht etwas ausführlicher zu erläutern und (hoffentlich) verständlicher zu machen.

Zum Thema Finowkanal vertrat ich als einziger die Auffassung, die ich auch als Sprecher des Bündnisgrünen Kreisverbandes Barnim durchgängig vertrete – Mut zur Übernahme in kommunale Hand. Ich nahm aber auch die Skepsis im Publikum über die Finanzierbarkeit des Projektes zur Kenntnis.

 

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