Europa braucht mehr, als schöne Worte

Allen schönen Worten müssen auch Taten folgen.

Mit Sorge betrachte ich derzeit die Lage Griechenlands, dessen Gesellschaft unter extremen wirtschaftlichem Druck steht, das aber zusätzlich auch große Lasten mit Geflüchteten zu tragen hat, die das Land administrativ und finanziell zu überfordern drohen.

Zudem ist Griechenland mit Gebietsforderungen des türkischen Präsidenten Erdogans konfrontiert, die das Potential haben, irgendwann in eine militärische Auseinandersetzung münden zu können.  

Ganz klar ist es deswegen für mich notwendig, mit Griechenland in seiner Situation und geografischen Lage europäische Solidarität zu üben und das Land mit Verwaltungshilfe und materiell zu stützen. Und zwar Letzteres nicht in Form von Krediten, die das Land nur tiefer in den Schlamassel reißen würden, sondern in Form von Zuschüssen.

Europa kann und darf sich an seiner Südostflanke mit räumlicher Nähe zu den Konflikten des Nahen Osten keinen Failed State erlauben.
An dem Umgang mit notleidenden Partnerländern beweist sich zudem, was Lippenbekenntnisse zu Europa und humanitären Werten wert sind. An dem Umgang bemisst sich die Glaubwürdigkeit europäischer Politik und die ist wichtiger, als eine schwarze Null.